Mein Seelenpfad

Meine Andreas Goldemann Erfahrungen: Kraft der Ahnen im bibliothekarischen Selbsttest

Aktualisiert
Meine Andreas Goldemann Erfahrungen: Kraft der Ahnen im bibliothekarischen Selbsttest
Offenlegung: Diese Seite enthält Partnerlinks. Kaufen Sie über einen dieser Links, erhalte ich eine kleine Provision -- Ihr Preis bleibt gleich.

Das Kratzen meines Füllhalters auf dem rauen Leinenpapier ist das einzige Geräusch in meiner Wohnung, während draußen die Dämmerung über den Sanssouci-Park sinkt. Es ist Sonntagabend, der 24. Mai 2026. Vor mir liegt mein gelber Karteikasten, den ich normalerweise für bibliographische Notizen nutze, doch heute enthält er die Quintessenz der letzten drei Monate. Ich habe die Arbeit mit dem Kurs „Kraft der Ahnen“ von Andreas Goldemann für dieses Jahr vorerst abgeschlossen und den Bestand gesichtet.

Ein kurzer Hinweis vorab: Ich schreibe hier über meine persönlichen Erfahrungen und Aufzeichnungen. In diesem Text finden sich Links zu den Inhalten, die ich genutzt habe. Solltest du über einen dieser Links einen Kurs buchen, erhalte ich eine Provision. Das ändert nichts an deinem Preis, hilft mir aber, dieses kleine Archivprojekt weiterzuführen. Ich dokumentiere hier nur, was ich wirklich in mein Leinen-Heft eingetragen und systematisch durchgearbeitet habe.

Der Bestand des Unbewussten: Warum ich mein Archiv öffnete

Seit jenem Donnerstagabend im Herbst 2022, als mein Vater völlig unvermittelt an einem Herzinfarkt starb, fühlte sich mein inneres System an wie eine Bibliothek nach einem Wasserschaden: Die Substanz war noch da, aber die Ordnung war verloren gegangen. Ich funktionierte zwar in der Fachbibliothek, katalogisierte Neuzugänge und beriet Studenten, aber privat war ich in einer Endlosschleife aus „Funktionieren“ und „Erschöpfung“ gefangen.

Ich suchte keine Erleuchtung und wollte auch keine Ausbildung zur Schamanin machen. Ich wollte lediglich verstehen, warum ich Lasten trug, die sich nicht wie meine eigenen anfühlten. Ende Februar 2026 begann ich daher zum wiederholten Male mit dem Kurs „Kraft der Ahnen“. Ich behandelte die Sessions wie Archivmaterial – jede Einheit wurde datiert, mit einer Signatur versehen und in meinem Heft mit Marginalia zu körperlichen Reaktionen ergänzt.

Andreas Goldemann arbeitet in diesem Kurs auf eine Weise, die meinem Bedürfnis nach Struktur entgegenkommt, obwohl sie rein intuitiv wirkt. Er nutzt Töne, Gesang und Bewegungen, um das zu adressieren, was er die „Ahnenlinie“ nennt. Für mich als Bibliothekarin ist das wie eine Form der rückwirkenden Katalogisierung: Man geht die Regale der Herkunft durch und schaut, welche Bände falsch einsortiert sind oder wo Signaturen fehlen.

Nahaufnahme eines gelben Karteikastens mit handschriftlichen Notizen zur Ahnenarbeit.

Recherche am eigenen System: Wenn die Töne Widerstand auslösen

Es gab eine Phase Mitte März, etwa in der vierten Woche meiner intensiven Bearbeitung, in der gar nichts funktionierte. Ich saß an einem Dienstagabend nach einem langen Dienst in der Ausleihe auf meinem Kissen, schaltete die Session ein und spürte nur Aggression. Die Töne, die Andreas Goldemann erzeugte, klangen in meinen Ohren wie das Quietschen von Metall auf Glas. Ich konnte nicht „mitschwingen“, ich wollte nur abschalten.

In mein Heft notierte ich damals: „Bestand aktuell unzugänglich. Zugang verweigert wegen Überlastung.“ Ich habe die Session abgebrochen. Das ist eine wichtige Erkenntnis für jeden, der diesen Weg geht: Es gibt Tage, da ist das System für die „Erschließung“ nicht bereit. Ich bin keine Therapeutin und habe keine medizinische Ausbildung; ich bin eine Frau mit einem gelben Karteikasten, die gelernt hat, dass man Heilung nicht erzwingen kann wie eine Abgabefrist. Wenn die Trauer oder der Widerstand zu groß werden, ist es klüger, das Buch zuzuschlagen und am nächsten Tag neu anzusetzen. Bei tiefergehenden Krisen sollte man ohnehin professionelle Hilfe oder eine Trauerbegleitung aufsuchen.

Nach einer Woche Pause kehrte ich zurück. Ich verstand durch diesen Abbruch, wie man eine Ahnenheilung ohne Ausbildung vollzieht: Nicht durch Willenskraft, sondern durch das Akzeptieren der aktuellen Belastbarkeit. Der Kurs ist kein starres Curriculum, sondern eher eine Sammlung von Quellen, die man in seinem eigenen Tempo sichten muss.

Die väterliche Signatur: Klärung in der dritten Session

Ein zentraler Punkt in meinem Archiv ist natürlich die Verbindung zu meinem Vater. In der dritten Session des Kurses geht es spezifisch um die männliche Ahnenreihe. Ich hatte diese Session lange vor mir hergeschoben. Als ich sie schließlich Ende März bearbeitete, passierte etwas Seltsames. Während Andreas eine tiefe, fast brummende Tonfolge hielt, spürte ich einen Druck in der Brust, der sich plötzlich löste – nicht wie ein Weinkrampf, sondern wie das Einrasten eines schweren Regals in die richtige Schiene.

Es war das erste Mal seit 2022, dass ich an meinen Vater denken konnte, ohne sofort das Bild des Krankenhauses im Kopf zu haben. Stattdessen fühlte ich eine Art stabilisierende Präsenz hinter meinem Rücken. Ich habe darüber bereits in meinem Eintrag über die Verbindung zum verstorbenen Vater reflektiert, aber in diesem Frühjahr erreichte die Klärung eine neue Tiefe. Es war, als hätte ich ein vergessenes Manuskript in den Tiefmagazinen gefunden, das nun endlich seinen Platz im öffentlichen Bestand finden durfte.

Diese Arbeit hat nichts mit Esoterik zu tun, die sich wissenschaftlich tarnen will. Es ist eine rein subjektive Erfahrung von Resonanz. Man hört einen Ton, und der Körper antwortet. Oder er antwortet nicht. Das ist die bibliothekarische Präzision, die ich so schätze: Entweder ein Werk ist vorhanden, oder es ist Desiderat.

Ein aufgeschlagenes Tagebuch mit Notizen und einem alten Foto im Hintergrund.

Archivarische Nachbereitung: Der Nutzen im Alltag

Oft werde ich gefragt, warum ich meine Erfahrungen als Archivmaterial im Tagebuch festhalte, anstatt einfach „loszulassen“. Die Antwort ist simpel: Was nicht dokumentiert ist, geht im Chaos des Alltags verloren. Durch die Querverweise in meinem gelben Karteikasten kann ich heute genau sehen, welche emotionalen Trigger mit welchen Ahnen-Themen korrespondieren.

Im April gab es Wochen, in denen scheinbar gar nichts passierte. Ich übte morgens vor der Arbeit, trank meinen Tee, hörte die Sessions und ging danach völlig unbeeindruckt in die Bibliothek. Doch im Rückblick erkenne ich, dass dies die Phasen der „Stillen Inventur“ waren. Die großen Durchbrüche sind selten; die wahre Kraft liegt in der kontinuierlichen Pflege des Bestands.

Mein Fazit nach 12 Wochen „Kraft der Ahnen“ (Frühjahr 2026):

Heute Abend schließe ich das Leinen-Heft für diese Woche. Der Blick aus meinem Fenster auf den dunklen Park Sanssouci ist friedlich. Ich bin immer noch die Bibliothekarin, die Ordnung liebt. Aber mein inneres Archiv ist jetzt besser sortiert. Die Ahnen sind keine Gespenster mehr, sondern ein stabiler Bestand, auf den ich mich stützen kann. Wer nach einer Methode sucht, die eigene Herkunft zu klären, ohne sich in spirituellen Wolken zu verlieren, findet hier ein Werkzeug, das so präzise sein kann wie eine gut geführte Kartei. Man muss nur bereit sein, den ersten Band aufzuschlagen.

Verwandte Artikel